Wissenswertes

10 kleine Regeln

1. Jede Schildkrötenart ist anders zu handhaben und zu pflegen! Hier geht es nur um die Griechische Landschildkröte (testudo hermanni boettgeri). Sie wird bis zu 20 cm groß. Ihr Herkunftsland ist u.a. Griechenland, Balkanländer... .Es gibt mehrere Unterarten.

2. Die thb hat die Eigenart in den Sommermonaten aktiv zu sein. Im Winter wird zum Schutz vor der Kälte eine Winterruhe gehalten. Hierzu ist ein kühler Altbaukeller oder ein Kühlschrank nötig (s. linkliste)

3. Die Schildkröten werden zwar als Einzelgänger bezeichnet, allerdings ist eine artgerechte Haltung nur mit Artgenossen zu empfehlen. Das optimales Männchen/Weibchen -Verhältnis ist 1:3 ( Die Männchen sind sehr triebgesteuert und würden ein Weibchen zu sehr bedrängen ;-) ). Die Griechische Landschildkröte ist ab ca. den siebten Lebensjahr geschlechtsreif.

4. Um den Schildkröten ein artgerechtes Klima / Umgebung zu verschaffen, sind einige technische Voraussetzungen nötig.

5. Die Schildkröten sollten vor der Winterstarre zeitig auf Parasiten/Würmer untersucht werden (Kotprobe).

6. Ein großes Freigehege bietet den natürlichsten Lebensraum. Dabei ist zu beachten, das Schildkröten unter 200g mit einem Abdecknetz gegen Raubvögel, Marder ... geschützt werden müssen. Die Weibchen legen auch unbefruchtet Eier, welches bei der Gehegegestaltung berücksichtigt werden sollte (Eilegehügel...)

7. Die thb ist ein reiner Pflanzenfresser. Eine richtige Ernährung ist für die Darmflora überlebensnotwendig.

8. Meiner Ansicht nach ist ein Kauf nur über einen Züchter zu empfehlen. Die Beratung ist kompetent; die Tiere werden artgerecht gehalten und bei Problemen mit der Haltung hat der Züchter immer ein “offenes Ohr”.

9. Die Landschildkröten sind keine Allergieträger und somit das ideale Tier für Menschen mit zB. Katzenhaarallergie oder ähnlichen. Auch Krankheiten können angeblich nicht auf den Menschen übertragen werden.

10. Die Griechische Landschildkröte (testudo hermanni boettgeri) steht unter Artenschutz. Beim Kauf erhält der Käufer ein CITES-Papier. Die Tiere müssen bei der Bundesartenschutzbehörde gemeldet werden. Weiterhin hat der Besitzer eine Fotodokumentation zu führen. Werden mehr als 50 Tiere im Jahr nachgezüchtet und verkauft, dann muss eine artgerechte Haltung amtstierärztlich nachgewiesen werden.

So, das waren 10 kleine Regeln !

was ist eigentlich...

  • Habitat : Das Habitat ist der natürliche Lebensraum der Schildkröten
  • CITES : Die CITES ist eine Art Ausweis, welche die Herkunft bestätigt und die Besitzverhältnisse dokumentiert und so der Kennzeichnungspflicht gegenüber dem Naturschutzbehörde nachkommt.
  • Quarantäne : Mit der Quarantäne wird eine Einzelhaltung bezeichnet, um den Gesundheitszustand zu beobachten und eine Ansteckungsgefahr zu anderen Tieren zu vermeiden, bis der Gesundheitszustand der Schildkröte als einwandfrei gilt.
  • Hornplatten : Das ist die Bezeichnung der einzelnen Schilde am Panzer der Schildkröte.
  • Hornscheiden : Damit ist der “Schnabel” der Schildkröte bezeichnet.
  • Hibernation : Das ist die Winterruhe bzw. Winterstarre der Schildkröte.
  • Inkubator : Dieses ist eine “Brutkammer” zum ausbrüten von Schildkröteneiern.
  • juvenil : Bezeichnung des Jungtieres
  • semiadult : halberwachsenes Tier
  • adult : Erwachsenes, geschlechtsreifes Tier
  • UV : ultraviolettes Licht
  • Anomali : Damit sind Missbildungen gemeint (zB. Panzerverformungen...)
  • Kloake : Die Kloake einer Schildkröte bezeichnet die Stelle, wo sie sich ihrer Ausscheidungen entledigt.
  • wechselwarm : Wechselwarme Tiere ( u.a.Schildkröten ) haben keine konstante Körpertemperatur. Um ihre optimale Stoffwechseltemperatur zu halten, wechseln sie entsprechend ihren Aufenthaltsort ( zB. Wärmespot, Schattenplatz, Sonnenplatz, in der Erde einbuddeln...).

  

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